Osteuropa
Land und Leute
Zu Osteuropa gehören, geographisch gesehen, die Ukraine, der europäischen Teil Russlands, Weißrussland und Moldawien. Die größten und berühmtesten Städte sind Sankt Petersburg und Moskau, in denen vor allem die Sehenswürdigkeiten wie der Kreml als auch der Rote Platz in Moskau jedes Jahr zahlreiche Besucher anlocken.
Die Bevölkerung ist überwiegend slawischer Herkunft, weshalb auch die slawischen Sprachen in den Ländern Osteuropas überwiegen. Diese sind sich untereinander sehr ähnlich, wobei die größeren Sprachen wie Polnisch und Russisch auch die Nationalsprachen ihres Landes darstellen. Den größten flächenmäßigen Anteil Osteuropas nimmt Russland mit 17.075.400 Quadratkilometern ein. Hier fließt auch mit mehr als 3500 Kilometern der längste Fluss Europas, die Wolga. Vor allem die Kultur und die althergebrachten Traditionen haben einen hohen Stellenwert in Osteuropa, so werden sie auch von Generation zu Generation weitergegeben. Es findet jedoch eine starke Abwanderung ab, da die Lebensumstände in den meisten Teilen der Länder noch lange nicht dem europäischen Durchschnitt entsprechen und sich viele Auswanderer ein besseres Leben in einem fremden Land erhoffen.
Doch finden sich vor allem in Polen und in weiten Teilen Russlands Globalisierungstendenzen, so dass sich dort die Anpassung an den europäischen Standard hinsichtlich der Bereiche Politik und Wirtschaft auch erkennen lässt.
Viele Firmen haben die Effizienz der expandierenden Länder erkannt und nutzen den Vorteil der weiterhin günstigen Dienstleistungen und auch der Gebrauchsgegenstände, die im Vergleich zum Rest Europas in den meisten osteuropäischen Ländern für viel weniger Geld zu haben sind.
Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Im Übergang zur demokratischen Marktwirtschaft wurden bereits viele Fortschritte erzielt, vor allem in Ungarn, Polen und auch Tschechien. Diesen Ländern ist der Anschluss an die EU bereits gelungen. Rein wirtschaftlich findet eine Stagnation der Exporte statt und es wird sich vor allem auf die inneren ökonomischen Defizite konzentriert. Dadurch kommt es zu zahlreichen Sanierungen und Umgestaltungen und im Zuge dessen auch zu Privatisierungen um die angehäuften Schulden abzubauen. Allerdings herrscht in vielen Ländern Fachkräftemangel, vor allem in der Slowakei. Dabei steigen zwar einerseits die Löhne, aber gleichzeitig auch die Arbeitskosten. Doch sind diese Zahlen noch lange nicht mit dem europäischen Niveau zu vergleichen. Es warten vor allem niedrige Arbeitskosten mit geringer Produktivität auf. Viele Firmen verlagern aufgrund dessen ihren Sitz ins angrenzende Ausland um vor allem die führenden Positionen mit ausgebildeten Kräften zu besetzen. Andererseits werden doch auch speziell Bewerber aus dem Ausland angeworben. Dem erwähnten Fachkräftemangel steht vor allem eine hohe Arbeitslosigkeit in den osteuropäischen Ländern gegenüber. Diese wird vor allem durch fehlende Mobilität hervorgerufen.
Gesundheitssystem
Im Zuge der Restaurierung des Gesundheitssystems findet ein ständiger Anpassungsprozess hinsichtlich der technischen Neuerungen statt. Das oberste Ziel ist die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und generell bestehen annähernd die gleichen Probleme wie in westeuropäischen Ländern: den technischen Fortschritt erhöhen, Effizienzsteigerung und auch den Rückzug des Staates. Doch gibt es noch starke Differenzen bezüglich der Umsetzung von Land zu Land. So ist das Gesundheitssystem in Tschechien weitaus besser ausgebaut als das in Polen, wo mit langen Wartezeiten und sehr geringen Leistungen zu rechnen ist. Es besteht trotz höherer Ausgaben und größerem finanziellem Aufwand die gleiche Qualität.
Visum
Für die EU- Länder wie Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Griechenland, Zypern wird nur ein Personalausweis benötigt, der noch mindestens sechs Monate seine Gültigkeit besitzt. Zu den anderen Ländern gibt es zahlreiche Informationen auf den Seiten der jeweiligen Botschaften.
