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Nordasien

Nordasien

Land und Leute

Nordasien umfasst den asiatischen Teil Russlands, einschließlich Sibirien, und die Mongolei. Während Russland flächenmäßig der größte Staat der Welt ist, stellt die Mongolei nur einen kleinen, gering bevölkerten Binnenstaat dar. Das Land befindet sich zwischen Russland und China.

Sibirien macht einen großen Teil Nordasiens aus und ist insbesondere für seine eisige Kälte bekannt. Im Norden, der Tundra, ist der Boden oft das ganze Jahr über gefroren. Der südliche Teil Sibiriens nennt sich Taiga, dort befindet sich das größte Waldgebiet der Erde.

Nordasien ist eine von großer Vielfalt geprägte Region. Der Baikalsee, der größte Süßwassersee der Welt, die Wüste Gobi oder die Transsibirische Eisenbahn sind nur einige wenige Attraktionen Nordasiens, die dessen Besucher begeistern.

Diejenigen, die schon einmal in Russland oder der Mongolei Urlaub gemacht haben, werden von der Gastfreundschaft der Menschen zu berichten wissen. Außerdem ist insbesondere Russland für seine kulturelle Vielfalt bekannt und wird auch als Vielvölkerstaat bezeichnet. So leben neben den 80 Prozent Russen noch 100 weitere Völker in dem Land.

Die vorherrschende Religion in Russland ist das Christentum, insbesondere der russisch-orthodoxe Glaube, aber auch der Islam ist weit verbreitet. In der Mongolei hingegen etablierte sich im 16. Jahrhundert der Buddhismus.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Nach der Auflösung der Sowjetunion begann in Russland der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft. Obwohl dieser nur in Teilen erfolgreich war, ging die Wirtschaft des Landes nach der Finanzkrise im Jahr 1998 wieder Bergauf. Heute ist die Wirtschaftspolitik marktwirtschaftlich orientiert, einige Bereiche werden dennoch stark von der Regierung kontrolliert.

In Russland ist die Wirtschaft maßgeblich von Energieexport sowie -produktion bestimmt. Das Land verfügt über große Teile der weltweiten Gas-, Öl- und Kohlereserven. Ein weiterer Wachstumsfaktor ist außerdem der erhöhte Konsum der Einwohner, bedingt durch eine verbesserte Einkommenssituation.

Die Mongolei gilt immer noch als ein Transformationsland, also ein Land im Übergang von Plan- zu Marktwirtschaft. Der größte Teil der mongolischen Wirtschaft ist agrarisch orientiert, also von der Landwirtschaft bestimmt. Wie in Russland beträgt das Wirtschaftswachstum in der Mongolei etwa fünf bis zehn Prozent. Dies ist hauptsächlich auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen, aber auch auf die Menge an Rohstoffen, die im Land zu finden sind. Dennoch ist zu vermerken, dass in der Mongolei etwa 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der extremen Armutsgrenze lebt.

Gesundheitssystem

Russland hat obligatorische Sozialversicherungssysteme, die durch Arbeitgeber und Staat finanziert werden. Das Gesundheitssystem gilt als ineffektiv, da es zwar in der Theorie jedem russischen Bürger eine kostenfreie medizinische Behandlung gewährleistet, die Patienten aber auf Grund der Unterfinanzierung des Gesundheitswesen für eine angemessene medizinische Behandlung oft noch hohe Summen hinzuzahlen müssen.

Mit europäischen Standards ist die medizinische Versorgung in Nordasien selten zu vergleichen. Da es oft an technischer Ausstattung und Hygiene mangelt, insbesondere in ländlichen Regionen. Hier kann außerdem die Verständigung mit den einheimischen Ärzten zum Problem werden, da diese selten die englische oder französische Sprache beherrschen. Wer also nicht über gute russische oder mongolische Sprachkenntnisse verfügt, wird es schwer haben, seine Beschwerden dem Arzt mitzuteilen.

Das Auswärtige Amt rät an, bei einer Reise nach Nordasien unbedingt eine Auslandskrankenversicherung inklusive Rückholung abzuschließen.

Visum

Sowohl für die Einreise nach Russland als auch in die Mongolei ist ein Visum erforderlich, dass vor der Reise beantragt werden muss. Seit Oktober 2007 gelten neue Bestimmungen für Aufenthalte nicht touristischer Art. So erfordert ein längerer Arbeitsaufenthalt die Beantragung eines russischen Arbeitsvisums sowie einer Aufenthaltsgenehmigung. Da dies eine langwierige Prozedur ist, müssen alle Unterlagen rechtzeitig beantragt werden. Auch der russische Arbeitgeber muss für seinen Mitarbeiter eine persönliche Arbeitserlaubnis beantragen. Hierbei werden die Qualifikation und das Profil des potentiellen Angestellten geprüft. Außerdem muss der Antragsteller auf unterschiedliche Krankheiten getestet werden. Es bietet sich an, diese Tests in Russland durchführen zu lassen. Da dies nach einem recht langen und umständlichen Verfahren klingt, ist es beruhigend zu wissen, dass deutsche Bewerber im Normalfall nicht abgelehnt werden.

Der komplizierte Teil ist die Beantragung des Arbeitsvisums. Nach Erhalt der Arbeitsgenehmigung muss der zukünftige Arbeitgeber erneut einen Antrag beim Innenministerium stellen. Daraufhin wird der Bewerber nach Russland eingeladen und reist zunächst mit einem Einreisevisum ein. In Russland wird dies zu einem Arbeitsvisum umgewandelt. Arbeitsgenehmigung und Arbeitsvisum müssen jedes Jahr erneut beantragt werden. Es wird davon abgeraten, nur mit einem Geschäftsvisum einzureisen, da dies nicht zur Arbeitsaufnahme berechtigt.


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