Afrika
Land und Leute
Afrika ist der zweitgrößte Kontinent und weist eine Fläche von fast 30 Millionen Quadratkilometern auf und ist somit dreimal so groß wie Europa. Afrika ist umgeben von einer geschlossenen Küstenkette und die Sinai- Halbinsel bildet die einzige Verbindung zum anderen Festland. Im Gegensatz zu den anderen Kontinenten ist der Erdteil wenig zergliedert, da es nur vereinzelt Inseln wie zum Beispiel Madagaskar gibt. Es gibt rund 924 Millionen Menschen, was bereits 14 % der Weltbevölkerung entspricht. Hier fließt der längste Strom der Welt, der Nil, der mit 6671 Quadratkilometer ins Mittelmeer mündet und wessen Oberlauf den größten See Afrikas, den Viktoriasee, speist. Das bekannteste Gebirge ist das Atlasgebirge im Norden und der höchste Berg ist der Kilimandscharo mit 5895 Metern.
Afrika liegt beiderseits des Äquators, somit befinden sich große Teile des Kontinents in der tropischen Zone, wobei der Großteil des Westens und Zentralafrikas mit Regenwald bewachsen ist. Im Norden befinden sich die Wüste Sahara, die das Land in Nordafrika und subsaharisches Afrika trennt, sowie auch riesige Savannengebiete. Die vorherrschenden Religionen sind der Islam, das Christentum und verschiedene Naturreligionen, welche vor allem von den zahlreichen afrikanischen Völkern wie den Bantu oder auch den Berbern betrieben werden.
Es werden über 200 verschiedene afrikanische Sprachen gesprochen, wie zum Beispiel Swahili, Igbo und Fulbe. Doch trifft man auch heute noch die Kolonialsprachen Deutsch, Englisch und Französisch in verschiedenen Teilen des Landes an. Afrika wird häufig als die Wiege der Menschheit bezeichnet, da hier die ersten Menschen gelebt und sich auch von diesem Erdteil aus verbreitet haben. Man findet in weiten Teilen des Landes zahlreiche unberührte Landschaften und auch das Tierreich verfügt über eine große Artenvielfalt, welche man auf den zahlreichen Safari- Touren erkundigen kann.
Doch gibt es auch eine negative Seite Afrikas. Viele junge Frauen werden immer noch dem Ritus der Beschneidung unterzogen, da sie nur so als respektvolle Frauen und Mütter angesehen werden. Wenn sie diesen brutalen Brauch nicht über sich ergehen lassen, können sie nicht heiraten und werden nicht in die Familie des Mannes aufgenommen. Einzig und allein im Senegal ist die Beschneidung seit 1998 verboten, sonst drohen Freiheitsstrafen. Ein weiteres Problem sind die wieder vermehrten Aids- Infektionen, die sich in weiten Teilen des Landes durch fehlende medizinische Versorgung und Aufklärung nicht eindämmen lassen.
Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Das wichtigste Exportprodukt neben den Rohstoffen Gold, Diamanten und Metallerzen, ist Erdöl. Auch Kakao bildet mit 70 % Weltanteil eines der wichtigsten Exportprodukte Afrikas. Vor allem der Süden ist in weiten Teilen mit seinen Bananenplantagen und Gold- und Silberminen auf die Exportwirtschaft ausgerichtet. Es gibt nur wenig Industriewirtschaft und meistens auch nur in den Großstädten. Das sind vor allem die Bergbau-, Hüttenbau-, und Textilindustrie sowie Industrieproduktion zur Anfertigung von Konsumgütern wie Schuhe, Fahrräder oder auch Lebensmittel. In den ländlichen Gebieten wird jedoch ausschließlich für den Eigenbedarf produziert. Einige Gegenden sind aber auch auf den Tourismus ausgelegt. Die größten Probleme sind der Mangel an gut ausgebauter Infrastruktur, die geringe Produktivität und die schlechten Technikstandards.
In Afrika gibt es insgesamt 53 Staaten, welche die gemeinsamen Ziele der Demokratie und den Schutz der Menschenrechte anstreben. Zur Unterstützung soll die Afrikanische Union die gegenseitige Kontrolle der Staaten und bessere Regierungsformen bewirken. Dringend gesucht werden vor allem Ärzte und medizinisches Personal, da selbst in Afrika gut Ausgebildete aufgrund der schlechten medizinischen Versorgungsmöglichkeiten in andere Länder abwandern.
Gesundheitssystem
Durch das subtropische Klima werden Keime und Bakterien schneller zur Gefahr für Krankheiten wie Malaria, Diphtherie, Tetanus, Polio oder Hepatitis. Es gibt kein umfassendes Gesundheitssystem wie in Deutschland, somit besteht auch kein gesetzlicher Versicherungszwang. In vielen Teilen Afrikas ist die medizinische Versorgung schlichtweg zu teuer und auch gar nicht in der näheren Umgebung ansässig. In den Städten, wo es zwar mehr medizinisches Personal gibt und auch mehrere Kliniken sind, können es sich aufgrund der verbreiteten Armut nicht viele Menschen leisten, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen So führen viele, unter normalen Umständen, heilbare Krankheiten zum Tod.
Durch diese miserablen gesundheitlichen Zustände und die geringe staatliche Fürsorge vielerorts, haben Gesundheitsorganisation wie „Save the Children“ und andere Entwicklungseinrichtungen verschiedene medizinische Stützpunkte eingerichtet, in denen freiwillige Ärzte ihre Hilfe anbieten. Diese setzen sich eine Mindestversorgung der Hilfebedürftigen als Ziel. Durch die vielen Krankheiten herrscht eine hohe Kindersterblichkeit, wobei die Geburtenrate über der Sterberate liegt. Dies ist Ergebnis der fehlenden Aufklärung und der Verhütungsmittel. Einzig und allein in Nigeria wurde vor kurzem eine Krankenversicherung ermöglicht, in der staatliche und private Krankenhäuser zusammenarbeiten.
Visum
Allgemein lassen sich die Visa in befristete und unbefristete Visa unterscheiden. Das hängt ganz von dem Einwanderungsgrund ab, somit braucht man für den befristeten Urlaub oder das Studium ein anderes Visum als für eine unbefristete Arbeitsstelle oder einen Daueraufenthalt. Für bestimmte Länder, wie zum Beispiel für Deutschland ist eine Einreise bis zu 90 Tage visumfrei. Jedoch muss ein gültiger Reisepass mit mindesten zwei freien Seiten vorgewiesen werden können. Der Personalausweis reicht in vielen Ländern nicht aus. Für einen Urlaub von sieben Tagen erhält man an den meisten internationalen Flughäfen relativ problemlos ein Besucher- oder auch Transitvisum für 15 US Dollar. An Grenzübergängen ist jedoch Vorsicht geboten, da einem hier, ohne gültiges Visum, die Einreise ins Land verweigert wird.
Für Einwanderer aus den nicht visumfreien Ländern, muss man ein offizielles oder auch diplomatisches Visum bei den zuständigen Konsulaten beantragen. Dafür benötigt man Unterlagen über den Zweck und die Dauer des Aufenthalts, einen Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel (mit Hilfe von Kontoauszügen oder mit Stipendiennachweisen bei Studenten), einen Nachweis über die Rückflugreservierung und natürlich einen Reisepass, der mindestens noch drei bis sechs Monate gültig ist.
