Bewerben auf Englisch
„Andere Länder, andere Sitten.“ Dieses weit verbreitete Sprichwort trifft auch auf Bewerbungen im Ausland zu – wer hierbei Erfolg haben möchte, muss sich an bestimmte formelle und kulturelle Kriterien halten, die im Vergleich zu den Deutschen unterschiedlich sein können. Diejenigen, die im Ausland nach einem Job suchen, müssen sich in vielen Fällen auf Englisch bewerben. Dies ist nicht nur in Großbritannien, Australien und Nordamerika der Fall, sondern oft auch in asiatischen und afrikanischen Ländern sowie bei anderen englischsprachigen Unternehmen im Ausland. Im Folgenden wird beschrieben, was bei der englischen Bewerbung beachtete werden muss.
Ein bedeutender Unterschied zwischen englischer und deutscher Bewerbung besteht darin, dass die englischen Bewerbungsunterlagen lediglich aus einem Anschreiben, dem so genannten Cover Letter und dem Lebenslauf, der in Amerika Resume und in Großbritannien CV (Curriculum Vitae) genannt wird, bestehen. Zeugnisse (References) und Referenzen (Recommendations) werden erst auf Anfrage nachgereicht.
Beim Cover Letter ist es wichtig, auf Kürze und Prägnanz zu achten und insbesondere die Qualifikationen und Kenntnisse noch einmal hervorzuheben. Es sollte weniger auf die Person selbst eingegangen werden, als viel mehr darauf, wie deren Kompetenzen der Firma von Nutzen sein werden. Ganz wichtig ist es, vorab den Namen des Personalers herauszufinden und diesen im Cover Letter persönlich anzusprechen – Ausdrücke wie Dear Sir or Madam sollten also unbedingt vermieden werden. Der Lebenslauf spielt eine besonders wichtige Rolle in der Bewerbung. Er sollte sehr sorgfältig ausgearbeitet und gegenchronologisch dargestellt sein. Die aktuellste Tätigkeit wird also als erstes genannt. Der Cover Letter sollte dennoch nicht vernachlässigt werden, da dieser zuerst gelesen wird und dem Personaler einen ersten Eindruck vom Bewerber vermittelt.
Insbesondere bei Bewerbungen an US-amerikanische Unternehmen wird auf Fotos verzichtet. Auch in einer englischen Bewerbung sind diese nicht üblich. Auch persönliche Informationen, wie Alter, Herkunft, Nationalität und Familienstand, sollten nicht gelistet werden. Auf diese Weise soll jegliche Art von „positiver Diskriminierung“ vermieden werden. Also die Bevorzugung auf Grund von Alter oder Hautfarbe.
Besonders wichtig beim Bewerben im englischsprachigen Ausland ist es, deutliches Interesse an einer Einstellung zu zeigen. So sollte nicht einfach abgewartet, sondern ein aktives Verhalten an den Tag gelegt werden. So kann der Bewerber beispielsweise schon vor dem Vorstellungsgespräch beim Unternehmen anrufen und sich erkundigen, ob seine Unterlagen angekommen sind und ob gegebenenfalls noch Fragen bestehen. Auch nach dem persönlichen Gespräch zeugt es von Interesse, sich bei dem Personaler zu melden, nach dem Stand der Dinge zu fragen und somit die eigene Person wieder in dessen Gedächtnis zu rufen.
Wichtig ist also: Auf Qualifikation und Kompetenz kommt es an und falsche Bescheidenheit ist in der englischen Bewerbung fehl am Platz.
