Programmablauf
Oft finden bereits vorab Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen der Au Pairs statt, so können sich auch vor der Reise schon Freundschaften bilden. Auch werden verschiedene Sprachkurse zur Wiederholung und Festigung der Landessprache angeboten, die die Kindermädchen meistens einige Wochen am Anfang ihres Aufenthalts absolvieren.
Bei der Vermittlung der Kurse helfen die Mitarbeiter der Vermittlungsagentur.
Nach der Bewerbung bei der Agentur muss das Au Pair von der Gastfamilie ausgewählt werden und daraufhin bekommt es Broschüren mit den wichtigsten Informationen über das Land und den Ablauf des Programms von der Agentur zugeschickt.
Das Au Pair hat natürlich andersherum auch Mitsprachrecht bei der Auswahl der Gastfamilie. Um bereits einen ersten Eindruck von seinen Gasteltern zu erhalten, werden mehrfach erste Telefongespräche und Briefe mit Fotos ausgetauscht.
Für den Zeitraum des Aufenthalts steht dem Kindermädchen ein eigenes Zimmer als Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeit bei der Familie zur Verfügung. Auch übernehmen die Gasteltern die volle Verpflegung und sorgen für das nötige Taschengeld.
Die Arbeitszeit kann varieren und beträgt etwa 30 - 45 Stunden die Woche, je nachdem wie die Kinderbetreuung benötigt wird. Das Au Pair kann sich seine Woche aber auch durch zusätzliches Babysitten am Wochenende oder am Abend etwas freier einteilen, entweder man bekommt etwas mehr Taschengeld, wenn man mehr arbeitet oder man hat mehr Freizeit und kann an verschiedenen Kursen teilnehmen, die vor Ort angeboten werden. Oder es wird die freie Zeit genutzt um sich für Unternehmungen mit Freunden zu treffen oder die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Umgebung anzuschauen.
Meistens stehen dem Babysitter ein oder eineinhalb Tage zur freien Zeiteinteilung zur Verfügung sowie teilweise bezahlter Urlaub, was jedoch von der Agentur und der Familie abhängig ist.
Das Au Pair sollte während des Aufenthalts versuchen den Kindern die Hausaufgaben mit Spaß zu vermitteln und auch bei leichten Hausarbeitstätigkeiten wie Abwaschen, Staub saugen oder auch beim Bügeln den Gasteltern ab und an zur Hand zu gehen. Durch die tägliche Arbeit der Kinderbetreuung lernen die Au Pairs das Alltagsleben in einer fremden Familie kennen und werden in Aufgaben, die über den Tag anfallen, in die Familie integriert. Dazu müssen die Kindermädchen bereit sein Verantwortung zu übernehmen und an der Erziehung der Kinder teilzunehmen. Dies bedeutet Toleranz gegenüber anderen Erziehungsmethoden oder auch anderen Alltagsbewältigungsstrategien zu entwickeln.
Am Ende des Austauschs erhält man oft ein Zertifikat, was dann bei späteren Bewerbungen einen entscheidenden Vorteil mit sich bringen kann.
Wer aufgeschlossen und anpassungsfähig ist, kann als Kindermädchen eine unvergessliche Zeit in einer Gastfamilie verbringen und Erfahrungen sammeln, die einen ein Leben lang begleiten.
